Schlüssel, Wallets und die Seed-Phrase
Auf der Börse hast du nur einen Anspruch
Coins auf einer Börse sind ein Versprechen der Börse. Praktisch zum Traden, aber stoppt sie die Auszahlungen oder geht pleite, stehst du als Gläubiger in der Schlange. Kunden von Mt. Gox warteten etwa zehn Jahre.
In deiner eigenen Wallet hältst du die Schlüssel
Eine Wallet in Selbstverwahrung gibt dir eine Seed-Phrase zur Wiederherstellung, meist 12 oder 24 Wörter. Diese Wörter sind die Coins. Wer sie hat, kann alles bewegen, von überall, ohne jemanden zu fragen.
Niemand Seriöses fragt je danach
Keine Börse, keine Wallet, kein Support-Mitarbeiter und kein «Wiederherstellungsdienst» braucht deine Phrase. Eine Website oder Nachricht, die dich bittet, sie einzugeben, will deine Wallet leeren, ausnahmslos.
Es gibt kein Passwort-Reset
Verlierst du die Phrase, sind die Coins für immer weg. Es gibt niemanden, den du anrufen kannst. Schreib sie auf Papier und bewahre sie offline auf, nie als Foto oder in der Cloud. Selbstverwahrung heißt: Statt einer Firma zu vertrauen, trägst du selbst die Verantwortung.
Teste dich
Jemand vom «Wallet-Support» schreibt dir und will deine 24-Wörter-Phrase, um einen Sync-Fehler zu beheben. Was tust du?
- Schicken, ist ja der Support
- Nur die ersten 12 Wörter schicken
- Ablehnen: Wer danach fragt, will stehlen
Antwort zeigen
Ablehnen: Wer danach fragt, will stehlen — Die Phrase ist das Geld. Kein seriöser Dienst braucht sie je, und schon die Hälfte hilft einem Dieb. Ein «Support», der danach fragt, ist der Betrug.